Martin Wölfel

Ich wurde in Potsdam geboren, wo ich auch aufwuchs, meine erste musikalische Ausbildung erhielt und erste Erfahrungen auf der Bühne und vor der Kamera machte.

Nach meinem anfänglichen Wunsch, Schauspieler zu werden (ich hatte für 1990 eine Zulassung für die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin), zog es mich doch zur Musik und ich nahm 1990 ein Gesangsstudium in Dresden auf, das ich mit einem Meisterklassenstudium bei Margret Trappe-Wiel beendete.

Nach vergeblichen Versuchen im Tenorfach fand ich 1993 meine Bestimmung als Countertenor. Seitdem führte mich mein Weg an die Staatsopern von Berlin, Hamburg und Dresden, die Komische Oper Berlin, die Opéra National de Paris, das Teatro Colón Buenos Aires, das Theater Basel und die Oper Frankfurt, der ich seit 2006 als Gast verbunden bin.

Als Konzertsänger tourte ich u.a. mit dem Gewandhausorchester Leipzig und der Academy of St. Martin in the Fields, trat in Tokio, Osaka, Toulouse, Cairo, Athen, Barcelona, Valencia und Amsterdam auf.

Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen dokumentieren meine Arbeit.

Seit 2007 unterrichte ich an der Folkwang Universität der Künste Essen, wo ich 2017 auf eine Professur berufen wurde, und gebe meine Erfahrung in Workshops und Meisterklassen weiter (Kronenburg Classes, Conservatoire de Lille, Conservatorio Superior de Música da Coruña, Internationales Opernstudio Frankfurt, International Opera Academy Gent).

2016 kehrte ich in der Neuproduktion von Alban Bergs “Wozzeck” (Regie: Christof Loy, ML: Sebastian Weigle) und wiederum 2019 für die Wiederaufnahme an die Oper Frankfurt zurück. In dieser Inszenierung trat ich 2017 auch an der Norske Opera Oslo auf. Im September 2016 debütierte ich an der Welsh National Opera Cardiff als Antonio in André Tchaikowskys “The Merchant of Venice”. Mit dieser Produktion war ich 2017 auch am Royal Opera House Covent Garden in London zu erleben. Im Herbst 2017 gab ich in der Uraufführung von Aribert Reimanns “L’Invisible” (Regie: Vasily Barkhatov, ML: Donald Runnicles) mein Debüt an der Deutschen Oper Berlin.

Seit 2020 bin ich als Dozent beim „Gesangspädagogischen Zertifikat“ (GPZ) des Bundesverbandes Deutscher Gesangspädagogen (BDG) tätig.

www.martin-woelfel.de

Imagefilm Martin Wölfel

Foto: Barbara Aumüller

Markus Fohr

geboren 1962 in Freiburg im Breisgau, studierte an der Musikhochschule Hamburg bei Klauspeter Seibel (Dirigieren) sowie bei Yara Bernette und Marco A. de Almeida (Klavier).
Nach Stationen in Kiel und Passau war er von 1990–1998 als Kapellmeister, Assistent des GMD und Studienleiter am Landestheater Salzburg engagiert und dirigierte dort ein weit gefächertes Repertoire mit dem Mozarteum Orchester.
Als Gast stand Fohr am Pult namhafter Orchester und machte sich international einen Namen als Studienleiter und Coach, etwa bei den Salzburger Festspielen (1990-2003), am Theater an der Wien (2004 und 2005) und am Gran Teatre del Liceu in Barcelona (2003-2009), wo er mit Dirigenten wie R. Muti, L. Maazel, C. Abbado, S. Rattle, S. Cambreling, R. Norrington, B. de Billy und S. Weigle zusammenarbeitete.

In den letzten Jahren brachten ihn Gastengagements 2015/16 an das Grand Theatre Luxembourg und die Deutsche Oper am Rhein. Außerdem betreute er als Studienleiter Wagners kompletten Ring des Nibelungen beim „Ring in Minden“ 2015-2019.
Im Frühjahr 2017 gastierte er als musikalischer Assistent für „Wozzeck“ an der Opera National de Paris.

Seit 2002 unterrichtet Markus Fohr als Korrepetitor und stellvertretender Leiter der Opernklasse an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

Mit Anna Tomowa-Sintow verbindet ihn seit 2010 eine regelmäßige Zusammenarbeit als Begleiter ihrer Meisterklassen beim Schleswig Holstein Musikfestival, der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg und der Academia Vocalis Wörgl, außerdem begleitete er Meisterklassen von Grace Bumbry und Siegfried Jerusalem.
Für 2021 wurde er als Begleiter des Meisterkurses von Juliane Banse beim Marvao Festival in Portugal engagiert.

Gemeinsam mit dem Countertenor Prof. Martin Wölfel gründete Fohr 2010 die seither regelmäßig in der Eifel stattfindenden kronenburg classes, lessons& lectures für Sängerinnen und Sänger.
Außerdem geben sie seit 2015 jährlich einen Meisterkurs auf Schloss Seehaus und sind regelmäßig als Dozenten am Conservatorio Superior de Música da Coruna zu Gast.

Foto: Olaf Döring

Sabine Hahn

In Köln geboren, habe ich auch dort die Schauspielschule absolviert, um danach viele Jahre Theater zu spielen. In Osnabrück als Anfängerin, von da nach Berlin, nach Hamburg, Aachen, Dortmund, Bonn und wieder Köln. Ebenfalls in Köln habe ich parallel Design studiert und in dieser Zeit auch begonnen zu unterrichten. Das hat sich mit den Jahren zu einer Leidenschaft entwickelt.

Als künstlerische Leiterin der SCHAUSPIELSCHULE DER KELLER unterrichte ich Schauspielgrundlagen, Szenen / Rollenarbeit und Aikido. Als Dozentin habe ich seit 2012 einen Lehrauftrag an der Folkwang Universität der Künste Essen und arbeite dort mit den Gesangsstudent*innen an allen darstellerischen Themen und Herausforderungen.

2007 habe ich THEATERKÖNIG gegründet, ein Ensemble für Darsteller*innen mit Behinderung, seitdem tritt dieses Ensemble – preisgekrönt sogar – jedes Jahr im Sommer auf.

2013 habe ich SCHWARZES SCHAF/DEUTZ gegründet, eine Ensemble für Menschen mit psychischer Erkrankung.

Ich arbeite als Regisseurin, Projektentwicklerin- und leiterin, als Dozentin und Coach, mit den unterschiedlichsten Gruppen und Ensembles.

Marco Jodes

Der gebürtige Moselaner folgte dem Ruf seiner Leidenschaft für Körperarbeit und Bewegungsgefühl im tänzerischen Ausdruck zunächst auf verschlungenen Pfaden. Daß „tänzerisches Embodiment“ an deren Höhepunkt stehen würden, war zunächst nur vage greifbar und hat in den > 20 Jahren professioneller Tätigkeit in unterschiedlichsten Facetten Gestalt angenommen.
Psychologiestudium in Bielefeld und Berlin in den 90er Jahren, ab 1998 gefolgt durch ein Bühnentanz-Studium für modernen Tanz und Tanz-Theater an der CodARTS Rotterdam, mündeten in ein offenes Feld freiberuflicher Engagements an freien Bühnen, Theatern und unter der Regie zahlreicher namhafter Choreografen zwischen Den Haag, Amsterdam, Köln, Berlin, Mailand, Genf, Hamburg, Bremen, Brüssel, u.a. europäischen Metropolen.
Seit 2014 findet künstlerische Arbeit ausschließlich in eigenen konzertanten/performativen Improvisationsabenden statt, die in der fortgesetzten kollektiven Arbeit im Verbund mit Kollegen aus Musik und bildenden Kunst entstehen.

Der kreative Segeltörn und die künstlerische Unruhe fand 2007 im privaten Hafen der Familiengründung in Bremen und Oldenburg einen ersten Zwischenstopp und nahm damit einen entscheidenden Wendepunkt zur aktuellen Tätigkeit.

Die Neugier und Begeisterung für das Potential körperlicher Selbsterfahrung als Quelle der persönlichen und beruflichen Entwicklung bahnte sich zwischen 2009 bis 2019 über mehrere Ausbildungen zum Tanzpädagogen für kreativen Tanz und Tanz an Schulen, Heilpraktiker für Psychotherapie, tiefenpsychologischen Tanztherapeuten (DITAT, BDT) und personzentrierten, gespächspsychotherapeutischen Berater (zert. nach GwG) neue berufliche Schaffensfelder, die sich in den vergangenen Jahren im Bereich kulturelle Bildung, Erwachsenenbildung und Beratung/Therapie in ein weites Angebot aus Workshop, Kursen, Projekten und Einzelarbeit übersetzt haben.
„Für meine eigene Inspiration und stetige Weiterentwicklung ist der Wechsel zwischen meinen Tätigkeitsfelder wesentlich. Bewegung leben, Bewegung besprechen, Bewegung vermitteln, ist für mich ein Luxus, in 3 unterschiedlichen Landschaften zu Hause sein zu dürfen.“

Alle Angebote vereint im Kern die achtsame, spielerisch-bewegte Arbeit am Körperbewusstsein und an der Verbindung von Körper-Gefühl und Verstand.
Das Hauptaugenmerk der Körperarbeit liegt auf dem Gefühl der inneren Verbindung zwischen Realität und Fantasie, zwischen Wahrnehmung und Bedeutung und die persönliche Begleitung der Kursteilnehmer*innen steht im Mittelpunkt aller Selbsterfahrungsangebote.